Kongress APS 2019 (Bericht)

Meine Bilder<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>cns-cas.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>2</div><div class='bid' style='display:none;'>455</div><div class='usr' style='display:none;'>3</div>

Vom 5.–8. Juni 2019 fand in Würzburg (D) der » 10. Internationale Kongress für Psychotherapie und Seelsorge statt. Er stand in diesem Jahr unter dem Thema: Vernetzt! Verbunden! Verstrickt? – Psychotherapie und Seelsorge in einer digitalisierten Welt. Vom Vorstand CNS-CAS war auf eigene Initiative hin » Trudy Bürgi dabei. Nachfolgend ein kurzer Bericht von ihr.
Beat Weber,
Oft merken wir erst, wenn wir bewusst darüber nachdenken, wie unausweichlich wir in die vielfältigen Netze einer digitalen Welt eingebunden sind, die in den letzten 20 Jahren um uns herum gewachsen ist. Niemand hat mehr die Kontrolle darüber, wo überall sein Einkaufsverhalten erfasst wird, seine Wege, seine Beziehungen. Digitale Parallelwelten umgeben uns und wirken in unsere hinein. Diese Parallelwelten sind global und kennen keine zeitliche Begrenzung mehr.

Für viele ist die Digitalisierung eine großartige Möglichkeit, über den eigenen kleinen Bereich hinaus, mit möglichst vielen unkompliziert in Kontakt treten zu können. Die Handys sind nicht mehr wegzudenken – wir sind jederzeit erreichbar. Das lässt die Welt kleiner werden. Wir wissen auch: Wenn wir das Klima auf unserer Erde retten wollen, dann geht das nur mit vernetzter digitaler Steuerung unserer Energienutzung. Gleichzeitig wird sie unübersichtlicher. Unbewusst und ungewollt gibt man mehr von sich preis als man eigentlich denkt. Die Absichten derer, die den Zugang zu Wissen, zu Unterhaltung, zu Information garantieren, decken sich nicht immer mit denen, die sie nutzen.

Wie steht es aber mit der Verantwortung des Einzelnen, wenn uns lauter externe Maschinenintelligenz die Entscheidungen nur allzu gerne abnehmen möchte? Wie wirkt sich die Digitalisierung auf die Psyche aus? Wo wird die Vernetzung zur Verstrickung, die Sucht zum Problem? Da gilt es, einen guten Weg zu finden zwischen ängstlicher Skepsis und unverantwortlicher Sorglosigkeit. Dieses Thema wurde in den Referaten und Workshops von allen Seiten beleuchtet.

Trudy Bürgi, Vorstand CNS-CAS


Wir freuen uns auf den ersten Beitrag.
Bereitgestellt: 26.06.2019     
aktualisiert mit kirchenweb.ch