Vergessen, vergelten, vergeben …?

Meine Bilder<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>cns-cas.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>2</div><div class='bid' style='display:none;'>205</div><div class='usr' style='display:none;'>3</div>

Sind bei einem Notfall oder Unglück menschliche „Verursacher“ im Spiel, stellt sich bei der Verarbeitung auch die Frage, wie damit umgehen. Die Situation verschärft sich, wenn – wie etwa bei einem Verbrechen – ein Unfall, eine Krankheit, eine Behinderung oder gar der Tod mutwillig oder gar mit böser Absicht verursacht wurde.
Beat Weber,
Die Frage menschlicher (und in anderer Weise auch göttlicher) Verursachung an einem schweren (Gewalt-)Geschehen oder Schicksal ist vielschichtig und kann an dieser Stelle nicht näher erörtert werden. Da kommen existentielle und juristische Fragen ins Spiel; es geht um Gerechtigkeit, Wiederherstellung und Leben, Sinn und anderes mehr.

In Einsätzen von Care Teams und der Notfallseelsorge sind wir in der Begleitung von Menschen, denen solches widerfuhr, mitbetroffen. Dabei kann man sich nicht einfach nicht dazu verhalten, zumal die Opfperson durch das Geschehen mit der Täterperson in gewisser Weise „verbunden“ ist. Nach ersten Reaktionen von Entsetzen, Abscheu, Angst und Wut, kommen früher oder später auch Verhaltensweisen wie diese ins Spiel: Vergessen, vergelten, vergeben …? Welche Wege des Weitergehens stehen offen, will ich beschreiten?

Im Blick auf Strategien der Bewältigung ist es gut, wenn auch christliche bedacht, in Betracht gezogen und nicht von vornherein ausgeschlossen werden. Der folgende Beitrag hat nicht direkt und in erster Linie mit Katastrophenbewältigung zu tun, vielleicht aber doch auch. Als Pfarrer und Psalmenkenner werde ich öfters auf den Sachverhalt angesprochen, wie denn mit den biblischen Feindverwünschungen in den Psalmen umgegangen werden könne – erst recht im christlichen Sinn. Lässt sich aus den alten, aber über Jahrhunderte vielfach erprobten und nachgesprochenen wie nachgebeteten Worten für heute etwas entnehmen?

Im Zusammenhang mit solchen Anfragen und Herausforderungen sind im Laufe der Zeit drei kleinere „Auftragsarbeiten“ entstanden, die sich mit den Feinden in den Psalmen und dem heutigen Umgang damit befassen. Sie finden sich im Anhang.



Wir freuen uns auf den ersten Beitrag.
Bereitgestellt: 05.08.2018     Besuche: 12 Monat 
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