Gewalt an „Blaulicht“-Einsatz- und Rettungskräften

Dep.Vorsteherin & Kommandant Stadt ZH<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>cns-cas.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>2</div><div class='bid' style='display:none;'>218</div><div class='usr' style='display:none;'>3</div>

In der Nacht vom 18. auf den 19. August 2018, war es an der Zürcher Seepromenade zu einer Messerstecherei gekommen. Zwei Männer wurden dabei leicht, ein 18-Jähriger lebensgefährlich verletzt. Als die Rettungskräfte von Polizei und Sanität am Tatort ankamen, wurden sie von zum Teil vermummten Personen mit Flaschen und Steinen angegriffen. Nur mit Hilfe von Gummischrot, Tränengas und eines Wasserwerfers gelang es den Einsatzkräften, die Randalierer zurückzudrängen. Die Polizei hatte Verstärkung aufgeboten. Doch sogar während des Rettungseinsatzes wurden die 50 bis 60 Polizisten und Sanitäter immer wieder vom rund 300-köpfigen Mob mit Flaschen und Steinen angegriffen. "Die Rettungssanitäter konnten nur unter Polizeischutz zu den Verletzten vordringen", sagte Sicherheitsvorsteherin Karin Rykart am Montag. Sie hätten sich dabei dem Risiko aussetzen müssen, selber verletzt zu werden.
Beat Weber,
Müssen auch Care Teams | Notfallseelsorge künftig mit Gewaltanwendungen rechnen?
Die Ereignisse in Zürich – aber nicht nur diese – zeigen eine zunehmende Bereitschaft – jedenfalls im Bereich von Grossstädten –, Gewalt nicht nur gegen die Polizei, sondern auch gegen (unbewaffnete) Rettungskräfte wie die Sanität einzusetzen. Das beunruhigt, führt zu Diskussionen und auch zu ersten Massnahmen (Bodycams). Sind neben der Polizei auch weitere Dienste im Bereich von Schutz und Rettung von Gewalteinwirkungen von aussen betroffen, stellt sich früher oder später auch die Frage, ob und inwiefern auch Care/NFS-Einsätze – insbesonderen bei heiklen Stadt-Einsätzen – mit Gewalt rechnen müssen? Bisher ist mir diesbezüglich kein Fall publik geworden (abgesehen von gewissen Aggressionen, denen Care Teams | Notfallseelsorger bei Einsätzen von betroffenen bzw. traumatisierten Menschen ausgesetzt werden können).
Dr. Beat Weber, Geschäftsführer CNS / CAS

Zur Gewalt an Einsatz- und Rettungskräften einige Berichte und Stellungsnahmen (Medienschau):
» Zürich ZH – Stadtpolizisten von aggressiver Menge angegriffen und verletzt (Polizei Schweiz)
» Schon 19 verletzte Zürcher Stadtpolizisten seit Anfang Jahr (Blick, 1.5.18)
» Zürich reagiert auf Gewalt gegen Polizisten (Bluewin, 20.8.18)
» Nach Gewalt-Eskalation: Zürichs neue Polizeichefin ist gefordert (Tagesanzeiger, 20.8.18)
» Fast täglich werden Rettungssanitäter Opfer von Gewalt (NZZ, 20.8.18)
» „Die Schweiz hat kein Gewaltproblem“ (SRF, 20.8.18)
» Oberster Polizist der Schweiz fordert mehr Personal (SRF: Samstagsrundschau, 25.8.18)
Wir freuen uns auf den ersten Beitrag.
Bereitgestellt: 25.08.2018     Besuche: 22 Monat 
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