Notfallseelsorger – Säkulare Helfer – Wer ist besser?

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Aron Antonovsky

Unter der Rubrik „News NFS/Care“ finden sich nur aktuelle Informationen, sondern immer wieder auch Trouvaillen, die sich aufzubehalten und auch weiterzubedenken lohnt. So etwa in NFS-News 2010.09 der oben im Titel angezeigte Bericht. Er sei hier beispielhaft aufgegriffen, kurz vorgestellt und unten angehängt.
Beat Weber,

SAR 1-2/2010, Schweiz. Arzt- und Spitalrevue , Basel, ISSN 1424-1684, S. 44-48
Notfallseelsorger – Säkulare Helfer – wer ist besser?


Im Rahmen der Psychologischen Nothilfe arbeiten die Helfer grossmehrheitlich als „Care-Giver“
und im Geist von Aron Antonowsky. Sie kennen die Stärken und Grenzen sowohl ihrer selbst als
auch diejenigen der Kollegen. Ob ein Helfer einer kirchlichen oder einer säkularen Berufsgruppe
angehört ist so gesehen kaum wichtig – ob er sich zielorientiert zu Gunsten einer gemeinsamen
Aufgabe zurücknehmen kann, jedoch sehr. Die Frage im Titel ist ebenso unsinnig, wie sie Standes-
Lobbyisten damit das Klima unter Helfern vergiften.

Ausgehend von Aron Antonowsky’s Salutogenese skizzieren der Präsident der „Arbeitsgruppe Notfallseelsorge Schweiz“ (AG NFS) und ein Gründungsmitglied des „Nationalen Netzwerkes Psychologische Nothilfe“ (NNPN) die Prinzipien der psychologischen Nothilfe, resp. eines Care-Teams in der Einzelbetreuung. Die Helfer sollten nach einer gemeinsamen, modular aufgebauten Ausbildung ihre Arbeit zuerst einmal als „Helfer“, Care-Giver“, und erst in einer späteren Phase als Seelsorger, Psychiater, Psychologe, Sozialarbeiter, Jurist etc tun. Damit ist offenkundig, wie sehr in der Akutphase die Unterscheidung in säkulare und klerikale Helfer obsolet ist. Auf dieser Basis kann eine sinnvolle Zusammenarbeit, als auch die Definition und damit die Abgrenzung von
Notfallseelsorge und Notfallpsychologie in ihren Spezifika gelingen. Damit kann die Qualität unserer gemeinsamen, wie auch der je spezifischen Tätigkeit verbessert werden.

Der salutogenetische Hintergrund der Psychologischen Nothilfe: Die umfassende Darstellung der Salutogenese gemäss dem Medizinsoziologen Aaron Antonovsky (1923–1994) würde den Rahmen dieses Artikels sprengen (vgl. dazu » M. Hein, Salutogenese). Im Zusammenhang unseres Themas sind gemäss Antonovsky folgende drei Punkte für die psychische Gesundheit besonders wichtig:

1. Gefühl von Handhabbarkeit bzw. Bewältigbarkeit
(sense of manageability)

2. Das Gefühl, zu verstehen (sense of comprehensibility)

3. Das Gefühl von Sinnhaftigkeit bzw. Bedeutsamkeit (sense of meaningfulness)

Lesen Sie mehr dazu im unten angehängten pdf in NFS News 10.09. Weitere interessante Beiträge finden sie unter der Rubrik „News NFS/Care“

Wir freuen uns auf den ersten Beitrag.
Bereitgestellt: 03.09.2017     
aktualisiert mit kirchenweb.ch